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Seitenstechen beim Laufen: 6 bewährte Tipps, die sofort helfen

Sarah Yilmaz · 17. Oktober 2026

Seitenstechen beim Laufen: 6 bewährte Tipps, die sofort helfen

Kilometer drei, das Tempo passt, die Beine laufen locker – und plötzlich sticht es unter dem rechten Rippenbogen, als hätte jemand eine Nadel angesetzt. Seitenstechen beim Laufen kennt fast jede Läuferin und jeder Läufer, vom Einsteiger bis zum Marathonfinisher. Die gute Nachricht: Du bist dem Schmerz nicht ausgeliefert. Mit ein paar klugen Anpassungen bei Essen, Atmung, Haltung und Trainingsaufbau bekommst du ihn in den Griff.

In diesem Ratgeber erfährst du, was die Forschung über die Ursachen weiß, welche Sofortmaßnahmen im Lauf helfen und wie du vorbeugst. Dazu bekommst du einen Wochenplan und klare Hinweise, wann du ärztlichen Rat suchen solltest.

Was ist Seitenstechen beim Laufen?

Seitenstechen beim Laufen ist ein vorübergehender, meist stechender oder krampfartiger Schmerz seitlich im Bauch, oft direkt unter dem Rippenbogen. In der Fachsprache heißt er „Exercise-related Transient Abdominal Pain“ (ETAP). Er tritt bei Bewegungen mit viel Rumpferschütterung auf, ist harmlos und verschwindet in der Regel kurz nach dem Tempo-Reduzieren oder Stoppen.

Wie verbreitet das Phänomen ist, zeigt eine Übersichtsarbeit der australischen Forscher Darren Morton und Robin Callister in der Fachzeitschrift Sports Medicine: Rund 70 Prozent der Läuferinnen und Läufer berichten, innerhalb eines Jahres Seitenstiche erlebt zu haben. Bei einem einzelnen Laufevent trifft es etwa jeden Fünften. Die Studie findest du in der Übersichtsarbeit zu Exercise-related Transient Abdominal Pain frei zugänglich.

Typische Merkmale

  • Ort: meist seitlich im mittleren Bauch, häufig rechts, entlang des unteren Rippenrands.
  • Charakter: bei starker Ausprägung scharf und stechend, bei leichter eher ziehend oder krampfartig.
  • Ausstrahlung: manchmal zieht der Schmerz bis in die Schulterspitze.
  • Verlauf: er kommt während der Belastung und klingt danach rasch ab.

Spannend: Seitenstechen beim Laufen betrifft vor allem jüngere Menschen. Mit Geschlecht oder Körperbau hängt es laut Morton und Callister nicht zusammen. Gut trainierte Athletinnen und Athleten trifft es seltener, verschont bleiben aber auch sie nicht.

Ursachen: Woher kommt Seitenstechen beim Laufen?

Eine einzige, endgültig bewiesene Ursache für Seitenstechen beim Laufen gibt es bis heute nicht. Die Wissenschaft diskutiert mehrere Erklärungsmodelle, die sich teilweise ergänzen. Für dich zählt vor allem: Viele dieser Theorien führen zu denselben praktischen Gegenmitteln.

Die wichtigsten Erklärungsansätze

  • Reizung des Bauchfells: Das Bauchfell (Peritoneum) kleidet die Bauchhöhle aus und ist schmerzempfindlich. Reibung und Druck durch einen vollen Magen oder Erschütterungen könnten es reizen. Morton und Callister halten diese Theorie für die plausibelste, weil sie die typische Lage und die Ausstrahlung in die Schulter gut erklärt.
  • Zug an den Bändern der Organe: Leber, Magen und Milz hängen an Bändern, die mit dem Zwerchfell verbunden sind. Bei jedem Schritt wippen die Organe mit und ziehen an diesen Aufhängungen.
  • Verkrampftes Zwerchfell: Schnelle, flache Atmung und hohe Intensität könnten das Zwerchfell kurzfristig unterversorgen. Diese Erklärung ist populär, gilt aber nicht als eindeutig belegt.
  • Durchblutungsverschiebung: Beim Sport fließt mehr Blut zur Arbeitsmuskulatur. Organe wie Leber und Milz erhalten in dieser Phase relativ weniger.

Faktoren, die das Risiko erhöhen

Unabhängig von der genauen Ursache sind einige Auslöser gut beschrieben. Wer sie kennt, kann gezielt gegensteuern:

  1. Essen und Trinken kurz vor dem Lauf: Größere Mahlzeiten und Getränkemengen erhöhen das Risiko deutlich.
  2. Stark zuckerhaltige Getränke: Laut der Übersichtsarbeit gelten hypertone Getränke – also solche mit hoher Konzentration gelöster Stoffe wie Fruchtsäfte oder Limonaden – als besonders provozierend.
  3. Zu schneller Start: Wer ohne Aufwärmen gleich Tempo macht, atmet unregelmäßig und kommt aus dem Rhythmus.
  4. Gebeugte Haltung: Ein krummer oberer Rücken erhöht den Druck im Bauchraum.
  5. Schwache Rumpfmuskulatur: Fehlt die Stabilität, bewegen sich die Organe stärker mit.
  6. Reden beim Laufen: Unterhaltungen bringen die Atmung durcheinander und belasten das Zwerchfell.
Läuferin hält sich die Seite wegen Seitenstechen beim Laufen im Park
Foto: Annie Spratt / Unsplash

Sofortmaßnahmen: Was im Lauf wirklich hilft

Es sticht – und jetzt? Gegen akutes Seitenstechen beim Laufen gibt es kein Wundermittel, das in allen Studien überzeugt. Die Belege für einzelne Tricks sind schwach. Trotzdem berichten viele Läuferinnen und Läufer, dass die folgenden Schritte den Schmerz verkürzen. Probiere aus, was bei dir funktioniert.

  1. Tempo rausnehmen: Reduziere die Geschwindigkeit deutlich oder geh ein Stück. Du musst das Training nicht abbrechen.
  2. Tief in den Bauch atmen: Atme langsam und bewusst tief ein, sodass sich die Bauchdecke hebt, und lass die Luft vollständig ausströmen.
  3. Druck ausüben: Drücke mit zwei, drei Fingern auf die schmerzende Stelle und lass beim Ausatmen langsam los.
  4. Dehnen: Hebe den Arm der betroffenen Seite über den Kopf und neige den Oberkörper zur Gegenseite. Halte die Position einige Atemzüge.
  5. Vorbeugen beim Ausatmen: Hebe beim Einatmen beide Arme, beuge dich beim Ausatmen leicht nach vorn und lass die Arme sinken.
  6. Schweigen: Unterbrich das Gespräch mit deinem Laufpartner, bis die Atmung wieder ruhig ist.

Erst wenn der Schmerz vollständig abgeklungen ist, steigerst du das Tempo wieder – und zwar behutsam. Wer sofort zurück ins alte Tempo springt, provoziert oft den nächsten Stich.

Seitenstechen beim Laufen vorbeugen: Ernährung und Timing

Der wirksamste Hebel gegen Seitenstechen beim Laufen liegt vor dem Lauf. Morton und Callister nennen als gängigste Empfehlung, für mindestens zwei Stunden vor dem Training auf größere Mengen an Essen und Getränken zu verzichten. Auch die AOK rät in ihrem Ratgeber gegen Seitenstechen, üppige Mahlzeiten bis etwa drei Stunden vor dem Sport zu meiden.

Was du vor dem Lauf essen kannst

  • Leichte Snacks: eine Banane, ein kleines Stück Weißbrot mit Honig oder ein paar Reiswaffeln sind meist gut verträglich.
  • Wenig Fett und Ballaststoffe: Fettiges Essen, Hülsenfrüchte oder Rohkost liegen lange im Magen.
  • Keine Kohlensäure: Sprudelwasser und Softdrinks können zusätzlich Gas in den Magen bringen.
  • Getränke in kleinen Schlucken: Trink über den Tag verteilt und kurz vor dem Start nur noch wenig.

Wie viel Flüssigkeit du vor, während und nach dem Laufen brauchst, erfährst du ausführlich in unserem Ratgeber zum Trinken beim Training. Planst du einen Wettkampf, lohnt zudem ein Blick auf das richtige Carboloading vor dem Rennen, denn auch hier gilt: Die letzte größere Mahlzeit sollte rechtzeitig vor dem Start liegen.

Teste dein Timing im Training

Jeder Magen reagiert anders. Probiere neue Snacks und Getränke deshalb nie am Wettkampftag aus, sondern in normalen Trainingsläufen. Notiere dir kurz, was du wann gegessen hast und ob Seitenstiche auftraten. Nach einigen Wochen erkennst du dein persönliches Muster.

Atmung und Haltung: die unterschätzten Faktoren

Viele Läuferinnen und Läufer, die regelmäßig unter Seitenstechen beim Laufen leiden, atmen unter Belastung flach in die Brust. Das macht die Atmung hektisch und unregelmäßig. Eine ruhige Bauchatmung nutzt das Zwerchfell besser und hilft dir, einen stabilen Rhythmus zu finden.

Rhythmisch atmen

Eine bewährte Methode ist die Kopplung von Atmung und Schritten. Bei lockerem Tempo atmest du zum Beispiel über vier Schritte ein und über vier Schritte aus. Wird es schneller, wechselst du auf drei zu drei oder zwei zu zwei. Manche Läufer schwören auf einen ungeraden Rhythmus wie drei Schritte ein und zwei aus, damit das Ausatmen nicht immer auf denselben Fuß fällt. Wissenschaftlich belegt ist dieser Effekt nicht – probiere es einfach aus.

Aufrecht laufen

Morton und Callister nennen die Verbesserung der Haltung im Brustwirbelbereich als eine der häufigsten Empfehlungen. In ihren Untersuchungen hatten Menschen mit ausgeprägtem Rundrücken häufiger Seitenstechen. Achte deshalb auf diese Punkte:

  • Brustbein leicht anheben, Blick nach vorn statt auf die Füße.
  • Schultern locker und tief, nicht hochgezogen.
  • Arme im 90-Grad-Winkel locker neben dem Körper schwingen lassen.
  • Den Oberkörper minimal nach vorn neigen, ohne in der Hüfte abzuknicken.

Wenn du viel am Schreibtisch sitzt, hilft dir eine kurze Mobility Routine fürs Büro, die Brustwirbelsäule beweglich zu halten. Das zahlt sich beim Laufen direkt aus.

Läufer mit aufrechter Haltung und ruhiger Atmung auf einer Landstraße am Morgen
Foto: sporlab / Unsplash

Training anpassen: So wirst du Seitenstechen dauerhaft los

Seitenstechen beim Laufen tritt bei Untrainierten häufiger auf als bei erfahrenen Athleten. Das ist eine gute Nachricht, denn Fitness lässt sich aufbauen. Mit einem klugen Trainingsaufbau sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass dich der Stich ausbremst.

Langsam steigern

Erhöhe Umfang und Intensität schrittweise. Wenn du gerade erst anfängst, strukturiert ein 5 km Trainingsplan für Anfänger deinen Einstieg so, dass Herz, Lunge und Rumpf mitwachsen. Starte jede Einheit mit fünf bis zehn Minuten lockerem Einlaufen, statt sofort Tempo zu machen.

Den Rumpf stärken

Eine kräftige Rumpfmuskulatur stabilisiert den Bauchraum und reduziert vermutlich das Mitschwingen der Organe. Morton und Callister nennen Rumpfkräftigung als häufige Präventionsempfehlung, betonen aber, dass die Belege dafür bislang vor allem auf Erfahrungen beruhen. Schaden kann das Training trotzdem nicht: Es verbessert auch Laufökonomie und Haltung.

Diese Übungen kannst du zwei- bis dreimal pro Woche einbauen:

  • Unterarmstütz (Plank): 3 × 30–45 Sekunden.
  • Seitstütz: pro Seite 3 × 20–30 Sekunden.
  • Dead Bug: 3 × 10 Wiederholungen pro Seite, langsam und kontrolliert.
  • Bird Dog: 3 × 10 Wiederholungen pro Seite.
  • Glute Bridge: 3 × 15 Wiederholungen.

Beispielwoche gegen Seitenstiche

Die folgende Tabelle zeigt, wie du Laufen, Rumpftraining und die Vorbeugemaßnahmen in einer typischen Woche kombinierst:

TagEinheitFokus gegen Seitenstechen
MontagRuhetag oder MobilityBrustwirbelsäule mobilisieren
Dienstag30–40 Min. lockerer DauerlaufAtemrhythmus üben, 2 h vorher nichts Schweres essen
Mittwoch20 Min. RumpftrainingPlank, Seitstütz, Dead Bug
DonnerstagIntervalle, z. B. 6 × 2 Min. zügiggründlich einlaufen, aufrechte Haltung
FreitagRuhetagErholung
SamstagLanger Lauf, 60+ Min.Frühstück früh genug, nur kleine Schlucke unterwegs
Sonntag20 Min. Rumpftraining + SpaziergangBird Dog, Glute Bridge

Seitenstechen beim Laufen im Wettkampf vermeiden

Am Wettkampftag kommen mehrere Risikofaktoren zusammen: Nervosität, ein ungewohnt frühes Frühstück, ein zu schneller Start im Pulk und oft auch hektisches Trinken an den Verpflegungsstellen. Kein Wunder, dass Seitenstechen beim Laufen gerade im Rennen besonders häufig auftritt.

  • Frühstück planen: Iss die letzte größere Mahlzeit rund drei Stunden vor dem Start – genau so, wie du es im Training getestet hast.
  • Kontrolliert starten: Lauf den ersten Kilometer bewusst etwas langsamer als dein Zieltempo und finde zuerst deinen Atemrhythmus.
  • Verpflegung dosieren: Nimm an den Ständen lieber wenige kleine Schlucke als einen ganzen Becher auf einmal.
  • Nichts Neues ausprobieren: Unbekannte Gels oder Sportgetränke testest du vorher im langen Trainingslauf.

Bereitest du dich auf längere Distanzen vor, findest du in unserem Halbmarathon-Trainingsplan für Einsteiger einen strukturierten 12-Wochen-Aufbau, in den du die Rumpfeinheiten problemlos integrierst.

Mythen und Warnsignale: Seitenstechen beim Laufen richtig einordnen

Kaum ein Laufthema ist so von Halbwissen geprägt wie der Seitenstich. Zeit für einen Faktencheck – und für einen klaren Blick darauf, wann Seitenstechen beim Laufen kein Seitenstechen mehr ist.

Fünf verbreitete Mythen im Faktencheck

  • „Nur Anfänger bekommen Seitenstechen.“ Falsch. Trainierte Läufer sind seltener betroffen, aber auch erfahrene Marathonläufer kennen das Problem. Darauf wies bereits 2005 der Kölner Sportmediziner Hans-Georg Predel in der Ärzte Zeitung hin.
  • „Rechts ist es die Leber, links die Milz.“ Zu einfach. Seitenstiche treten auf beiden Seiten auf, und die Organe allein erklären den Schmerz nicht.
  • „Durchlaufen macht hart.“ Kontraproduktiv. Wer den Schmerz ignoriert und weiter Tempo macht, verlängert ihn meist nur.
  • „Trinken hilft immer.“ Nicht unbedingt. Große Mengen kurz vor oder während des Laufs können Seitenstechen sogar fördern.
  • „Seitenstechen ist gefährlich.“ In aller Regel nicht. Der Schmerz ist unangenehm, aber harmlos und verschwindet von selbst.

Wann du ärztlichen Rat suchen solltest

Klassisches Seitenstechen beim Laufen klingt kurz nach der Belastung ab. Hält der Schmerz dagegen lange an, kommt er auch in Ruhe oder wird von anderen Beschwerden begleitet, steckt womöglich etwas anderes dahinter. Lass dich in diesen Fällen ärztlich untersuchen, statt den Schmerz als Seitenstechen beim Laufen abzutun:

  • Der Schmerz bleibt Stunden nach dem Training bestehen.
  • Es treten Fieber, Übelkeit, Erbrechen oder ein aufgeblähter Bauch auf.
  • Du bekommst Brustschmerzen, Atemnot oder Herzrasen.
  • Die Seitenstiche sind ungewöhnlich heftig oder werden trotz aller Maßnahmen häufiger.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Fazit: Seitenstechen beim Laufen ist kein Schicksal

Seitenstechen beim Laufen gehört zu den häufigsten Beschwerden im Ausdauersport – und zu den harmlosesten. Die genaue Ursache ist noch nicht abschließend geklärt, doch die praktischen Gegenmittel sind gut bekannt: Iss und trink in den zwei bis drei Stunden vor dem Lauf nur wenig, starte locker, atme ruhig in den Bauch und lauf aufrecht.

Langfristig helfen dir ein schrittweiser Trainingsaufbau und eine starke Rumpfmuskulatur. Erwischt es dich trotzdem, nimm Tempo raus, atme tief aus und dehne die betroffene Seite. Mit dieser Strategie wird der Stich vom Laufkiller zur kurzen Randnotiz – und du kannst dich wieder auf das konzentrieren, was zählt: deine Kilometer.

FAQ: Häufige Fragen zu Seitenstechen

Was hilft sofort gegen Seitenstechen beim Laufen?

Nimm sofort Tempo raus oder geh ein paar Schritte. Atme langsam und tief in den Bauch und lass die Luft vollständig ausströmen. Drücke mit den Fingern auf die schmerzende Stelle und löse den Druck beim Ausatmen. Auch eine seitliche Dehnung mit dem Arm über dem Kopf hilft vielen Läufern. Steigere das Tempo erst wieder, wenn der Schmerz ganz weg ist.

Warum bekomme ich beim Laufen immer Seitenstechen?

Häufige Auslöser sind Essen oder größere Getränkemengen kurz vor dem Lauf, ein zu schneller Start, flache und unregelmäßige Atmung, eine gebeugte Haltung und eine schwache Rumpfmuskulatur. Auch zuckerreiche Getränke wie Saft oder Limonade gelten als problematisch. Untrainierte und jüngere Menschen sind häufiger betroffen. Analysiere deine Gewohnheiten vor dem Lauf, um dein persönliches Muster zu erkennen.

Wie lange vor dem Laufen sollte ich nichts essen?

Als Faustregel gilt: Verzichte etwa zwei bis drei Stunden vor dem Laufen auf größere Mahlzeiten und große Getränkemengen. Ein kleiner, leicht verdaulicher Snack wie eine Banane ist bei vielen Läufern bis etwa eine Stunde vorher unproblematisch. Fettige, ballaststoffreiche Speisen und kohlensäurehaltige Getränke solltest du vor dem Training meiden. Teste dein persönliches Timing in normalen Trainingsläufen.

Ist Seitenstechen beim Laufen gefährlich?

Nein, klassisches Seitenstechen ist harmlos und verschwindet kurz nach der Belastung von selbst. Ärztlich abklären lassen solltest du Schmerzen, die lange nach dem Training anhalten, auch in Ruhe auftreten oder mit Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Brustschmerzen oder Atemnot einhergehen. Werden die Stiche trotz aller Vorbeugemaßnahmen immer häufiger oder heftiger, ist ebenfalls ein Arztbesuch sinnvoll.

Wie oft sollte ich Rumpftraining gegen Seitenstechen machen?

Zwei bis drei kurze Einheiten pro Woche mit je 15 bis 20 Minuten reichen für den Einstieg. Übungen wie Unterarmstütz, Seitstütz, Dead Bug, Bird Dog und Glute Bridge stärken die Rumpfmuskulatur und verbessern deine Laufhaltung. Ob Rumpftraining Seitenstechen direkt verhindert, ist wissenschaftlich noch nicht sicher belegt, es verbessert aber Stabilität und Laufökonomie.

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