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3er Split Trainingsplan: Bewährte Aufteilung mit Beispielplan

Jonas Brandt · 20. Oktober 2026

3er Split Trainingsplan: Sportler trainiert mit Kurzhanteln konzentriert im Fitnessstudio

Dein Ganzkörperplan hat dich stark gemacht, doch inzwischen dauern die Einheiten fast zwei Stunden, und für die Schultern bleibt am Ende kaum noch Energie? Dann ist ein 3er Split Trainingsplan die naheliegende Weiterentwicklung. Du verteilst deine Muskelgruppen auf drei verschiedene Trainingstage und kannst jede einzelne gezielter und mit mehr Volumen trainieren.

Der Dreier-Split ist seit Jahrzehnten ein Klassiker im Kraftsport. Doch „3er-Split“ ist nicht gleich „3er-Split“: Es gibt mehrere bewährte Aufteilungen, und nicht jede passt zu jedem Ziel oder Zeitbudget. In diesem Artikel erfährst du, wie die gängigen Varianten aussehen, wie sich der 3er-Split vom 2er- und 4er-Split unterscheidet und wie ein konkreter Beispielplan für drei oder sechs Tage aussieht.

Was ist ein 3er Split Trainingsplan?

Ein 3er Split Trainingsplan teilt die Muskulatur auf drei Trainingseinheiten auf, die du nacheinander absolvierst. Jede Einheit konzentriert sich auf zwei bis drei Muskelgruppen, zum Beispiel Brust und Trizeps, Rücken und Bizeps sowie Beine und Schultern. Du trainierst an drei Tagen pro Woche oder durchläufst den Zyklus zweimal an sechs Tagen.

Der Grundgedanke: Je weniger Muskelgruppen du in einer Einheit trainierst, desto mehr Sätze und Übungen kannst du jeder einzelnen widmen, ohne dass das Training ausufert. Gleichzeitig hat jede Muskelgruppe bis zur nächsten Belastung mehrere Tage Zeit zur Erholung. Genau diese Balance aus Volumen und Regeneration macht den Split so beliebt.

Die drei gängigen Aufteilungen im Vergleich

In Studios und Trainingsbüchern findest du vor allem drei Varianten. Sie unterscheiden sich darin, welche Muskeln gemeinsam trainiert werden und wie stark sich die Einheiten gegenseitig beeinflussen.

VarianteTag ATag BTag CBesonderheit
Klassisch (Synergisten)Brust, TrizepsRücken, BizepsBeine, SchulternWeit verbreitet, Schultern bekommen einen frischen Fokus
Push / Pull / BeineBrust, Schultern, TrizepsRücken, Bizeps, hintere SchulterBeine, GesäßAufteilung nach Bewegungsmustern, sehr logisch
AntagonistenBrust, RückenBeine, BauchSchultern, ArmeGegenspieler im Wechsel, ermöglicht Supersätze

Die Push-Pull-Beine-Variante ist inzwischen so populär, dass sie oft als eigenes System gilt. Wenn dich genau diese Aufteilung interessiert, findest du in unserem Artikel Push Pull Legs detaillierte Pläne für drei und sechs Tage. In diesem Beitrag liegt der Fokus auf dem klassischen Synergisten-Split, ergänzt um Hinweise zu den Alternativen.

Welche Variante passt zu dir?

  • Klassischer Split: Ideal, wenn du Schultern und Arme gezielt betonen willst und die Schultern nicht schon vom Bankdrücken vorermüdet trainieren möchtest.
  • Push / Pull / Beine: Ideal, wenn du eine klare Logik ohne Überschneidungen suchst und später auf sechs Tage erhöhen willst.
  • Antagonisten-Split: Ideal für Zeitsparer, die mit Supersätzen arbeiten und die Pausen zwischen den Sätzen produktiv nutzen wollen.

3er-Split, 2er-Split oder 4er-Split: die Abgrenzung

Die Zahl im Namen beschreibt, auf wie viele unterschiedliche Einheiten du den Körper verteilst. Mit steigender Zahl sinkt die Frequenz pro Muskelgruppe, während das Volumen pro Einheit steigt. Welche Aufteilung sinnvoll ist, hängt von deiner Erfahrung und deiner verfügbaren Zeit ab.

SplitTypische AufteilungTrainingstage pro WocheFrequenz pro MuskelGeeignet für
GanzkörperAlles in jeder Einheit2–32–3 × pro WocheEinsteiger, wenig Zeit
2er-SplitOberkörper / Unterkörper42 × pro WocheFortgeschrittene Einsteiger
3er-Splitz. B. Brust-Trizeps / Rücken-Bizeps / Beine-Schultern3 oder 61–2 × pro WocheFortgeschrittene
4er-Splitz. B. Brust / Rücken / Beine / Schultern-Arme4–5meist 1 × pro WocheErfahrene mit hohem Volumenbedarf

Ein wichtiger Punkt für deine Entscheidung ist die Trainingsfrequenz. Eine Meta-Analyse von Schoenfeld und Kollegen aus dem Jahr 2016 fand Hinweise darauf, dass ein Training der großen Muskelgruppen zweimal pro Woche beim Muskelaufbau Vorteile gegenüber einmal pro Woche hat. Für den 3er-Split heißt das: Die 6-Tage-Variante oder ein rollierender Rhythmus nutzt diesen Vorteil, die reine 3-Tage-Variante nicht ganz.

Wann sich der Wechsel zum 4er-Split lohnt

Ein 4er-Split ist kein automatisches Upgrade. Er lohnt sich erst, wenn du mit drei Einheiten nicht mehr genug Volumen unterbringst, ohne dass die Trainingszeit explodiert, und wenn du zuverlässig vier bis fünf Mal pro Woche trainieren kannst. Für die meisten Freizeitsportler bietet der 3er-Split das bessere Verhältnis aus Aufwand, Frequenz und Erholung. Wer dennoch umsteigen möchte, sollte darauf achten, große Muskelgruppen wie Beine und Rücken nicht nur alle sieben Tage zu belasten.

Bist du noch Einsteiger, ist ein Ganzkörperplan meist der bessere Start. Unser Ganzkörper-Trainingsplan für 3 Tage zeigt dir, wie du in den ersten Monaten eine solide Basis legst.

Trainingstagebuch mit notierten Sätzen und Gewichten für den 3er Split Trainingsplan
Foto: Vitaly Gariev / Unsplash

Für wen eignet sich der 3er-Split?

Der Dreier-Split entfaltet seine Stärken, wenn du die Grundübungen technisch sicher beherrschst und dein Körper mehr Volumen pro Muskelgruppe verträgt. Typische Signale, dass du bereit bist:

  • Trainingserfahrung: Du trainierst seit mindestens sechs bis zwölf Monaten regelmäßig.
  • Stagnation im Ganzkörperplan: Deine Gewichte steigen kaum noch, obwohl Ernährung und Schlaf stimmen.
  • Zu lange Einheiten: Um allen Muskeln genug Sätze zu geben, sprengt dein Ganzkörpertraining den Zeitrahmen.
  • Klares Ziel Muskelaufbau: Du willst einzelne Muskelgruppen gezielt entwickeln, etwa Schultern oder Arme.

Weniger geeignet ist der Split, wenn du regelmäßig Trainingstage ausfallen lassen musst. Fällt beim 3-Tage-Rhythmus eine Einheit aus, fehlt eine Muskelgruppe direkt eine ganze Woche. In diesem Fall bist du mit einem Ganzkörper- oder Oberkörper/Unterkörper-Plan flexibler.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

  • Vorteil – mehr Volumen pro Muskel: Du kannst jeder Muskelgruppe vier bis fünf Übungen widmen, ohne dass die Einheit ausufert.
  • Vorteil – kürzere Einheiten: Statt 90 bis 120 Minuten Ganzkörpertraining reichen oft 60 bis 75 Minuten.
  • Vorteil – lange Erholungsfenster: Jede Muskelgruppe hat mehrere Tage Zeit, sich zu regenerieren.
  • Nachteil – geringere Frequenz: Im 3-Tage-Rhythmus trainierst du jeden Muskel nur einmal pro Woche.
  • Nachteil – höherer Muskelkater: Viel Volumen an einem Tag sorgt vor allem in den ersten Wochen für deutlich spürbaren Muskelkater.

Beispiel: 3er Split Trainingsplan für drei Tage

Der folgende Beispielplan nutzt die klassische Aufteilung. Du trainierst zum Beispiel Montag, Mittwoch und Freitag. Wärme dich vor jeder Einheit fünf bis zehn Minuten auf und absolviere vor der ersten Grundübung zwei bis drei leichte Aufwärmsätze.

TagÜbungSätze × WiederholungenPause
A: Brust/TrizepsBankdrücken4 × 6–82–3 Min.
A: Brust/TrizepsSchrägbankdrücken mit Kurzhanteln3 × 8–102 Min.
A: Brust/TrizepsFliegende am Kabelzug3 × 10–121,5 Min.
A: Brust/TrizepsDips oder enges Bankdrücken3 × 8–102 Min.
A: Brust/TrizepsTrizepsdrücken über Kopf3 × 10–121 Min.
B: Rücken/BizepsKlimmzüge oder Latziehen4 × 6–102–3 Min.
B: Rücken/BizepsLanghantelrudern3 × 8–102 Min.
B: Rücken/BizepsEinarmiges Kurzhantelrudern3 × 10–121,5 Min.
B: Rücken/BizepsLanghantelcurls3 × 8–101,5 Min.
B: Rücken/BizepsHammercurls3 × 10–121 Min.
C: Beine/SchulternKniebeuge4 × 6–82–3 Min.
C: Beine/SchulternRumänisches Kreuzheben3 × 8–102 Min.
C: Beine/SchulternAusfallschritte3 × 10 pro Seite1,5 Min.
C: Beine/SchulternSchulterdrücken stehend3 × 8–102 Min.
C: Beine/SchulternSeitheben und Reverse Flysje 3 × 12–151 Min.

Bauchübungen wie Planks, Hanging Leg Raises oder Cable Crunches kannst du an zwei der drei Tage am Ende ergänzen. Pro Einheit kommst du so auf etwa 15 bis 18 Arbeitssätze und eine Trainingsdauer von 60 bis 75 Minuten.

Die Logik hinter der Übungsauswahl

Jede Einheit folgt demselben Muster: Zuerst kommt eine schwere Mehrgelenksübung im niedrigen Wiederholungsbereich, dann eine zweite Grundübung aus einem anderen Winkel, zum Schluss Isolationsübungen mit mehr Wiederholungen. So trainierst du die anspruchsvollsten Bewegungen, solange dein Nervensystem frisch ist, und nutzt die verbleibende Energie für gezielte Ergänzungen. Tauschen darfst du jederzeit: Ersetze eine Übung, die dir Gelenkbeschwerden bereitet, durch eine Variante mit ähnlichem Bewegungsmuster, etwa Kurzhantel- statt Langhantel-Bankdrücken oder Beinpresse statt Kniebeuge.

Variante mit sechs Tagen

Willst du die höhere Frequenz nutzen, durchläufst du den Zyklus zweimal pro Woche: A-B-C-A-B-C, Sonntag ist Ruhetag. Reduziere dann das Volumen pro Einheit auf etwa 10 bis 14 Arbeitssätze und variiere die Wiederholungsbereiche: Im ersten Durchgang trainierst du schwerer mit 5 bis 8 Wiederholungen, im zweiten mit 10 bis 15 Wiederholungen und anderen Übungsvarianten. Ein Mittelweg ist der rollierende Rhythmus A-B-C-Pause, bei dem jede Muskelgruppe etwa alle vier Tage an der Reihe ist.

Progression und Belastungssteuerung

Ohne Steigerung bleibt jeder Plan wirkungslos. Das Positionspapier des American College of Sports Medicine zu Progressionsmodellen im Krafttraining empfiehlt für Muskelaufbau überwiegend Lasten im Bereich von 6 bis 12 Wiederholungen, mehrere Sätze pro Übung und eine schrittweise Erhöhung der Belastung. Für Fortgeschrittene nennt es drei bis vier Trainingstage pro Woche als Richtwert, für sehr Erfahrene vier bis fünf.

So setzt du die Progression in deinem 3er Split Trainingsplan um:

  1. Spanne festlegen: Jede Übung bekommt einen Wiederholungsbereich, etwa 8 bis 10.
  2. Mit Reserve starten: Wähle ein Gewicht, bei dem du nach dem letzten Satz noch ein bis zwei Wiederholungen geschafft hättest.
  3. Wiederholungen aufbauen: Steigere dich von Woche zu Woche bis zur oberen Grenze.
  4. Gewicht erhöhen: Erreichst du in allen Sätzen die obere Grenze, erhöhst du die Last um die kleinste mögliche Stufe.
  5. Entlasten: Nach sechs bis acht Wochen planst du eine leichtere Woche mit etwa halbem Volumen ein.

Wie nah solltest du dabei ans Muskelversagen gehen? Bei schweren Grundübungen lohnt es sich, ein bis zwei Wiederholungen Reserve zu lassen, damit die Technik sauber bleibt. Bei Isolationsübungen kannst du den letzten Satz bis kurz vor das Versagen ausreizen. Diese Kombination liefert in einem 3er Split Trainingsplan einen starken Reiz, ohne dass die Erholung bis zur nächsten Einheit leidet.

Wie du solche Zyklen über Monate strukturierst und Kraft- mit Hypertrophiephasen kombinierst, erklärt unser Artikel zur Periodisierung im Trainingsplan. Führe in jedem Fall ein Trainingstagebuch, auf Papier oder per App. Nur so erkennst du, ob dein Plan funktioniert.

Athletin beim Schulterdrücken mit Kurzhanteln am Beine-und-Schultern-Tag
Foto: Luke Witter / Unsplash

Häufige Fehler beim Dreier-Split

Viele Probleme mit dem 3er Split Trainingsplan entstehen nicht durch die Aufteilung selbst, sondern durch die Umsetzung. Diese Fehler solltest du vermeiden:

  • Zu viel Volumen pro Einheit: Mehr als sechs Übungen pro Tag führen meist zu sinkender Qualität. Lieber weniger Übungen konsequent steigern.
  • Überschneidungen ignorieren: Trainierst du Schultern am Tag nach der Brust, sind die vorderen Schultern bereits vorbelastet. Plane einen Ruhetag dazwischen ein.
  • Beine vernachlässigen: Der Beintag ist der anstrengendste. Wer ihn verkürzt, baut ein Ungleichgewicht auf.
  • Fehlende Konstanz: Wechselst du alle zwei Wochen den Plan, kannst du keine Progression messen. Bleib mindestens acht bis zwölf Wochen bei einer Aufteilung.
  • Erholung unterschätzen: Schlaf, Ernährung und Alltagsstress entscheiden, wie gut du dich zwischen den Einheiten erholst.

Mehr zum Thema Erholung zwischen den Einheiten liest du in unserem Ratgeber Regeneration nach dem Training. Hast du Vorerkrankungen oder Gelenkbeschwerden, kläre vor dem Einstieg in ein intensiveres Krafttraining ärztlich ab, ob du voll belastbar bist. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Fazit: Der 3er Split Trainingsplan als nächster Schritt

Ein 3er Split Trainingsplan ist die logische Weiterentwicklung für alle, die dem Ganzkörpertraining entwachsen sind. Er verteilt das Volumen sinnvoll, verkürzt die einzelnen Einheiten und gibt jeder Muskelgruppe ausreichend Zeit zur Erholung. Ob du die klassische Aufteilung, Push/Pull/Beine oder einen Antagonisten-Split wählst, hängt von deinen Zielen und Vorlieben ab.

Wichtiger als die perfekte Aufteilung sind drei Dinge: eine konsequente Progression, ausreichend Regeneration und Geduld. Starte mit dem 3-Tage-Plan, beobachte acht Wochen lang deine Fortschritte und erhöhe bei Bedarf auf den rollierenden Rhythmus oder sechs Tage. So wächst dein Training mit dir mit.

FAQ: Häufige Fragen zu 3er Split Trainingsplan

Wie oft pro Woche trainiere ich mit einem 3er-Split?

Klassisch trainierst du an drei Tagen pro Woche, sodass jede Muskelgruppe einmal belastet wird. Alternativ durchläufst du den Zyklus zweimal an sechs Tagen oder nutzt einen rollierenden Rhythmus mit einem Ruhetag nach jedem Durchgang. Die höhere Frequenz bietet beim Muskelaufbau Vorteile, verlangt aber mehr Erholung und Zeit.

Was ist der Unterschied zwischen 2er- und 3er-Split?

Beim 2er-Split teilst du den Körper meist in Ober- und Unterkörper und trainierst an vier Tagen, jede Muskelgruppe also zweimal pro Woche. Beim 3er-Split verteilst du die Muskeln auf drei Einheiten mit mehr Volumen pro Muskel. Der 2er-Split eignet sich gut als Übergang vom Ganzkörpertraining, der 3er-Split für Fortgeschrittene.

Ist ein 3er-Split für Anfänger sinnvoll?

Für absolute Anfänger ist ein Ganzkörperplan meist besser, weil du die Grundübungen häufiger übst und jede Muskelgruppe öfter trainierst. Nach sechs bis zwölf Monaten regelmäßigen Trainings ist der 3er-Split ein sinnvoller nächster Schritt. Wer früher wechseln möchte, startet am besten mit dem 2er-Split.

Welche Muskelgruppen trainiert man zusammen?

Bewährt sind Kombinationen, die bei Übungen ohnehin zusammenarbeiten: Brust mit Trizeps, Rücken mit Bizeps sowie Beine mit Schultern. Alternativ kombinierst du nach Bewegungsmustern, also Drücken, Ziehen und Beine, oder du trainierst Gegenspieler wie Brust und Rücken gemeinsam. Entscheidend ist, dass sich die Einheiten nicht zu stark überschneiden.

Wie lange dauert ein Training im 3er-Split?

Eine Einheit dauert mit Aufwärmen meist 60 bis 75 Minuten. Bei fünf Übungen mit je drei bis vier Arbeitssätzen und angemessenen Pausen kommst du auf etwa 15 bis 18 Sätze. In der 6-Tage-Variante reduzierst du das Volumen pro Einheit, sodass die Trainingszeit eher bei 45 bis 60 Minuten liegt.

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